Episode 92026-02-1914:00 Min
Der Melatonin-Mythos: Warum das "Schlaf-Hormon" kein harmloses Gummibärchen ist
Melatonin ist kein Lifestyle-Produkt, sondern ein Hormon mit echter pharmakologischer Wirkung. Wir klären die größten Anfängerfehler bei Timing und Dosis, den Hangover-Effekt (Brain Fog) – und warum Wechselwirkungen (z. B. mit Fluvoxamin) den Spiegel massiv erhöhen können. Inkl. 5-Punkte-Sicherheits-Checkliste nach BfR.
# Key Takeaways
- •Melatonin ist ein Chronobiotikum: Es "stellt" die innere Uhr – es ist kein klassisches Beruhigungsmittel.
- •Timing schlägt "mehr mg": Direkt vor dem Schlafengehen ist oft der häufigste Fehler – zu spät/zu lang wirkt → Next-Day Brain Fog.
- •Dosis-Falle: Für viele reichen 0,3–1 mg ("start low, go slow"). Höher ist nicht automatisch besser.
- •Retard/Prolonged-Release kann am nächsten Vormittag "nachlaufen" (Hangover-Effekt) – besonders bei später Einnahme.
- •Interaktionen sind der echte Risikotreiber: CYP1A2/Medikamente (z. B. Fluvoxamin) können Melatoninspiegel stark erhöhen → vorher checken.
